Ist dein Partner passiv-aggressiv ? Warum Männer mauern

Warum Männer mauern Ist dein Partner passiv-aggressiv ? Warum Männer mauern

Warum ist er so kühl? Warum kommt er zu früh oder kriegt erst gar keine Erektion? Warum gibt er mir das Gefühl, die Übeltäterin zu sein, wenn es eigentlich um ihn geht? Ist er passiv-aggressiv? Antworten auf diese Fragen gibt das Buch „Warum Männer mauern“ – oder versucht es zumindest.

Im eBook mit dem handlichen Titel „Warum Männer mauern: Wie Sie Ihren passiv-aggressiven Mann besser verstehen und mit ihm glücklich werden“ geht es um Männer, die Frauen verwirren und sie dadurch manipulieren. Die durch bestimmte Aktionen eine bestimmte Reaktion seitens der Frau hervorrufen. Doch beim Blick auf die erste Seite frage ich mich: Wer verwirrt hier wen? Denn unter der Zwischenüberschrift „Autorin“ geht es um den Verfasser Scott, der eindeutig ein Mann ist.

Vor es mit der Rezension weitergeht, 5 Fakten über passiv-aggressive Männer zum besseren Verständnis:

1. Ist er passiv-aggressiv – Hinweis #1: Verspätung

Er kommt ständig zu spät. Entschuldigt sich dafür aber nicht.

2. Ist er passiv-aggressiv – Hinweis #2: Angebliche Vergesslichkeit

Er „vergisst“ Dinge zu erledigen. Trotz ständiger Erinnerung daran, kümmert er sich nicht darum.

3. Ist er passiv-aggressiv – Hinweis #3: Unterschwellige Verwirrungstaktiken

Er behauptet, etwas nicht gesagt zu haben, obwohl du dich genau daran erinnern kannst.

4. Ist er passiv-aggressiv – Hinweis #4: Gezielte Manipulation

Du kritisierst ihn, für einen Fehler, den er gemacht hat. Er verdreht mit seinen manipulativen Strategien deine Wahrnehmung, sodass du dich am Ende entschuldigst und nicht er.

5. Ist er passiv-aggressiv – Hinweis #5: Kameradenschwein

Er ist nicht teamfähig und untergräbt teilweise die Arbeit seiner Kollegen.

Nach dem verwirrenden Einstieg geht das eBook mit dem wenig motivierenden Hinweis weiter: „Alle Ratschläge in diesem Buch wurden vom Autor und vom Verlag sorgfältig erwogen und geprüft. Eine Garantie kann dennoch nicht übernommen werden. Eine Haftung des Autors beziehungsweise des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ist daher ausgeschlossen“. Oh, das macht doch Lust auf mehr. Eigentlich wollte ich nach diesen Zeilen das eBook endgültig zuschlagen. Doch ich konnte einfach nicht leugnen, dass es auch in meinem Leben passiv-aggressive Männer gibt, die mich überfordern. Darum las ich weiter – und habe es letztendlich nicht bereut.

Passiv-Aggressiv? Um was geht es überhaupt?

Zuerst kümmert sich der Beziehungsratgeber darum, was passive Aggressivität überhaupt ist und wie wir Frauen sie beim Mann diagnostizieren können. Der Autor verrät auch, wie wir uns schützen und die Beziehung gegebenenfalls beenden können. Später geht es darum, warum der Mann so geworden ist, wie er im Bett tickt und wie der Spaß am Sex in der Beziehung nicht verloren geht oder zurückkommt. Und zum Schluss noch um den passiv-aggressiven Mann, der uns Frauen im Berufsleben begegnet und uns gerne einmal den Tag vermiest.

Eigentlich eine ganz interessante Thematik, die ein Fachmann – Scott Wetzler ist selbst Therapeut – an echten Fällen erörtert. Es bleibt aber beim „eigentlich“. Wetzler steht so wie ich auf Gedankenstiche. Er hat diese Vorliebe im Gegensatz zu mir aber nicht mehr unter Kontrolle. Ein Absatz erinnert durch die inflationäre Aneinanderreihung unzähliger Minuszeichen an eine Matheaufgabe, was das Lesen erschwert.

Zu viel Intelligenz nervt

Wetzler ist belesen. Darum baut er an jeder möglichen (oder auch unmöglichen) Stelle, Zitate aus Büchern ein. An sich eine nette Idee, um das Thema etwas aufzulockern. Doch die meisten Zitate liefern keine eindeutige Aussage, Wetzler versucht zwar zu erklären, was das Zitat bedeuten soll, er scheitert aber oft daran, sodass der Leser verwirrt zurückbleibt – wie in der Beziehung mit einem passiv-aggressiven Mann.

Seine Teils abstrusen Erklärungen für das passiv-aggressive Verhalten des Manns machen es dem Leser nicht einfacher. So heißt es an einer Stelle: „Er machte seinen Penis zur Waffe, mit der er die Frauen töten konnte, wenn er mit ihnen schlief.“ An solchen Stellen fällt es mir schwer, den Autor noch für voll zu nehmen. Und selbst mein Gemütszustand steigert sich beim Lesen von passiv-aggressiv zu aktiv-aggressiv.

Passiv-Aggressiv ? Wo bleiben die Tipps?

Wetzler kennt sich aus. Indem er versucht, dem Leser alles im Detail zu erklären, bringt er uns aber nicht weiter, er wiederholt sich häufig. So fällt es dem Leser schwer, die konkreten Tipps aus dem Brei an Beispielen, Zitaten und nicht enden wollenden Erklärungen herauszudestillieren.

Dennoch ist dieses eBook ein Bestseller. Und das liegt sicher nicht daran, dass Wetzler selbst sein bester Kunde ist. Die Beispiele und Erklärungen bergen auch Vorteile, der Leser wird minutiös über passive Aggression aufgeklärt. Außerdem ist „Warum Männer Mauern“ das einzige eBook in deutscher Sprache, das sich so explizit mit passiver Aggression beschäftigt.

Wetzler gibt tatsächlich hilfreiche Tipps, die aber erst gefunden werden müssen. Deshalb sollte der Beziehungsratgeber unbedingt in Ruhe gelesen werden. Das erfordert Zeit, die die betroffene Frau nur investieren sollte, wenn es sich lohnt. Wenn die Beziehung noch Sinn macht, aber eine Änderung erfordert. Oder wenn Schluss machen unmöglich ist, weil der passiv-aggressive Mann nicht der Partner, sondern der Bruder, Vater, Sohn oder gar der Chef ist.

Passiv-aggressiv – Darum bin ich jetzt ein Experte

Erschreckend an dem Buch ist vor allem eins: Scott bildet den Leser erfolgreich zum Hobbypsychologen in Sachen passive Aggression aus. Nach der Lektüre muss ich feststellen, wie viele passiv-aggressive Männer sich in meinem direkten Umfeld tummeln. Das ist keine angenehme Erkenntnis, doch ich weiß jetzt besser, wie ich mit solchen Männern umzugehen habe. Und ich fühle mich jetzt auch nicht mehr allein mit diesen Problem-Männern – dank der wahren Beispiele im Buch.

Diese zeigen uns Frauen einerseits: „Huppsala, mein Freund zeigt ja auch solche Verhaltenszüge“ und andererseits fühlen wir uns mit unseren Problemen nicht mehr so allein. Dieses Thema ist nicht unbedingt leichte Kost, darum tut das ganz gut.

Fazit: Ein eBook mit echten Stärken, die der Autor aber mit seinen endlosen Ausführungen selbst abschwächt und den Leser dadurch latent passiv-aggressiv macht. Es lohnt sich aber wirklich, dranzubleiben. Die Gedankenstiche und teils eigenartigen Erklärungsversuche auszublenden und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Wie rette ich die Beziehung zu meinem passiv-aggressiven Partner? Wie können wir uns gegenseitig helfen? Wie gelangen wir zu einem Sexleben, das uns beide erfüllt?

Und sollte die Beziehung zum passiv-aggressiven Mann ausweglos sein: Kein Grund zur Verzweiflung. In unserem eBook Shop GIADA.BERLIN kannst du durch Beziehungsratgeber stöbern, die dir weiterhelfen, deine Beziehung zukünftig so zu gestalten, dass sie langfristig erfolgreich bleibt. Wenn es „nur“ um den Sex geht, sind unsere Sex Ratgeber eine gute Anlaufstelle. Und wenn die die Lust auf Typen vorerst vergangen ist, können erotische eBooks deine Libido für schöne Stunden allein auf Touren bringen.

 

 

Der Beziehungsratgeber Warum Männer Mauern

Das eBook „Warum Männer mauern“ verpackt tiefgreifende Psychologie und Lösungsvorschläge auf 256 Seiten. Der Autor Scott Wetzler hat diesen Beziehungsratgeber in nicht gerade einfacher Sprache verfasst. Um das eBook und seine Botschaft zu verstehen und herauszufinden, welche Männer aus deinem Umfeld passiv-aggressiv sind, musst du dir also einige Zeit nehmen. Es ist zwar nicht die richtige Lektüre zur Unterhaltung in den Öffentlichen, dafür liefert dir dieses eBook echte Erkenntnisse, Lösungsideen und der „Aha-Effekt“ ist garantiert.

Hier geht’s zum eBook

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