Narzissmus – Die Unfähigkeit zu lieben

Liebe kälter als der Tod- Narzissmus Das Krankheitsbild des Narzissmus

Narzissmus- wenn jemand unfähig ist zu lieben

Schon bevor ich das Buch in den Händen hielt, war ich ganz aufgeregt. Das liegt daran, dass ich mich für psychische Störungen im menschlichen Verhalten generell interessiere. Je gestörter, desto besser. Und am allerbesten, wenn diese Menschen getarnt unter uns leben. In dem Buch „Liebe kälter als der Tod“ von Vera Kaesemann und Andreas Heineke geht es um eine Liebe zu einem Narzissten und dessen manipulierende und intigrante Art, die selbst starke Persönlichkeiten zerstören kann. Narzissmus ist ein Krankheitsbild und „Liebe- kälter als der Tod“ beleuchtet dieses.

Opfer des Narzissmus

Sara ist eine erfolgreiche, hübsche, alleinerziehende Mutter mittleren Alters, mit Erfahrungsschatz und beiden Beinen im Leben. Sie wird Opfer der narzisstischen Persönlichkeit Maximilian und beginnt Schritt für Schritt, sich selbst zu verlieren. Am Ende ist sie selbst therapiebereit und nimmt diese auch in Anspruch. Wie kann es sein, dass es gerade Frauen immer und immer wieder passiert, Männern regelrecht zu verfallen, die sie selbst zerstören? Wie kann es sein, dass wir einem Mann verfallen, dessen Liebe nur Kälte kennt?

Das Buch schafft es, Verhaltensmuster einer narzisstischen Persönlichkeit aufzuzeigen und zu verdeutlichen.

Es geht in erster Linie nicht darum, eine Geschichte zu erzählen, in der am Ende erst die Auflösung kommt. Viel mehr bietet das Buch die Chance auf eine Reise mit einer narzisstische Persönlichkeit und seinem Opfer. Auch hilft es Opfern und Co-Abhängigen, ihre und auch die Verhaltensweise des Narzissten zu verstehen und damit leichter umzugehen.

 

Krankheitsbild des Narzissmus

Narzissten haben in früher Kindheit ein Trauma erlitten, meist zu wenig Liebe erfahren und begonnen, Hass gegen sich selbst zu schüren. Sie glauben, nicht zu genügen, nicht liebenswert genug zu sein und beginnen, eine Persönlichkeit zu entwickeln, von der sie glauben, dass sie von der Außenwelt größte Akzeptanz erfährt. Diese erfundene Persönlichkeit wird so stark übernommen, dass das eigene Ich vergessen wird. Trotz der starken psychischen Störung sind Narzissten durchaus lebensfähig, meist sind es überaus erfolgreiche Persönlichkeiten.

Erfolg ist für Narzissten etwas, dass man lieben muss.

Rühmen sie sich damit, glauben sie liebenswerter, angesehener, wichtiger zu sein. Narzissten können keine Liebe für andere Menschen empfinden, da sie selbst nicht wissen, wer sie sind und nur in der Illusion ihrer selbst leben. Es ist einem Narzissten unmöglich, sich ernsthaft für einen anderen Menschen zu interessieren. Sein einziges Lebensziel ist es, seinen wahren Charakter zu verstecken, seine Illusion aufrechtzuerhalten. Und dazu ist ihm fast jedes Mittel recht. Der einzige Grund, warum Narzissten Interesse an Menschen zeigen, ist, weil sie von diesen Bestätigung brauchen. Bestätigung ihrer Persönlichkeit, Bestätigung, etwas Besonderes zu sein. Es geht einzig und allein darum, ihr illusioniertes Ich zu nähren.

 

Das Buch über Narzissmus

Das Buch „Liebe Kälter als der Tod“ beleuchtet die Geschichte von Sara und Maximilian im zweiten Teil auch von der psychologischen Seite. Schritt für Schritt wird das Verhalten beider, „Täter“ und Opfer, in verständlicher Sprache durchgegangen. Das Buch bietet mehrere interessante Ebenen: es ist zum Einen ein wirklich interessanter Roman, welcher auf wahren Begebenheiten beruht. Zum Anderen ist es eine Art Aufklärungsbuch, Ratgeber, Hilfe für Frauen, die selbiges erlebten oder das Gefühl haben, dies erleben zu können. Vera Kaesemann und Andreas Heineke schaffen mit ruhigen Worten und einfachen Erklärungen, Licht ins Dunkel zu bringen und aufzuzeigen, dass Co-Abhängige nicht allein mit ihren Erfahrungen sind. Die Autoren helfen auch, das Unverständnis und den Selbsthass den sich viele Opfer einer narzisstischen Persönlichkeit selbst entgegenbringen, zu lindern.
Das Buch ist in jedem Fall eine superspannende Exkursion in die menschliche Psyche, ein Trostspender, eine Hilfestellung oder aber eine Sensibilisierung für die Zukunft.

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