Pornfilmfestival Berlin

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Pornfilmfestival Fotoquelle Oliver Rath „Der richtige Knopf“

 

Ein Pornfilmfestival. Und was soll ich da? Kann ich doch alles von der Couch aus gucken. Und überhaupt, ist doch eh alles das gleiche. Pornos kenne ich ja.

Nein. Falsch gedacht. Wir legen euch ja nie irgendwie komische Dinge ans Herz. Darum auch Vertrauen in diesen Tipp bitte!

 

Vom 21. bis 25. Oktober 2015 findet das 10. Pornfilmfestival Berlin im Kreuzberger Kino Moviemento statt.

Der Oktober in Berlin bekommt ja gar nicht genug vom Thema Porno! Erst beginnt am 15. Oktober die Venus, dann folgt am 18. Oktober die PorYes und nun geht´s weiter mit dem Pornfilmfestival!

 

Filmemacher Jürgen Brüning rief 2006 das erste Pornfilmfestival Berlin für erotischen und pornografischen Film im Charlottenburger Kant-Kino ins Leben.

 

Seine Intention dabei war es, dass Genre gesellschaftlich, künstlerisch und auch philosophisch neu zu belichten. Der Fokus ist auf Filmemacher gerichtet, die die Grenzen zwischen Sex und Kunst verwischen.

 

Das Pornfilmfestival Berlin war damit weltweit das erste seiner Art.

 

Inzwischen taten es Brüning Städte wie Paris, Seoul, Taiwan, und New York nach. Um nur ein paar zu nennen.
Bis heute finden neben den Filmvorführungen fünf Tage in ganz Berlin Podiumsdiskussion, Buchpräsentationen, Vorträge, Workshops und Performances statt, die sich allesamt mit dem Thema Porno beschäftigen.

Eine Gesprächsrunde wird sich Beispielsweise mit dem Thema des Untergangs der deutschen Pornoindustrie beschäftigen.

Die Filme bieten Themen für Schwule, Lesben und Heteros, Queer und was es sonst noch so gibt. Es werden 7000 Besucher erwartet!

„Wir versuchen eine neue Sichtweise des Porno zu zeigen: unsere Filmen haben Humor, Spielhandlung und zeigen die Vielfalt des Sexaktes.“ (Manuela Kay *, aus dem Interview mit Giada Armani)

 

So eingeschränkt das Thema beim ersten Pornfilmfestival Berlin 2006 noch war, -es beschränkte sich auf den Schwerpunkt Holland und zeigte Pornos aus den frühen 70ern – so offen und vielfältig ist es bis heute geworden.

 

Nicht jeder Film zeigt ein ejakulierendes Glied und da sind wir wirklich froh drüber. Viel wichtiger ist es so, Spaß, Humor, Erotik und Intelligenz in den Filmen wieder zu finden.
Dieses Jahr hält das Festival den Schwerpunkt Sex mit Behinderung für uns bereit. Die Veranstalter sind selbst ganz gespannt auf die Reaktionen. Und wir auch!

Das ist zum Beispiel ein Thema, über das man so gut wie gar nichts weiß. Und ein Thema, über das wohl nur mit vorgehaltener Hand gesprochen wird. Ein Tabu Thema irgendwie.
Es werden insgesamt 130 Filme gezeigt, Spielfilme, Dokumentarfilme und Kurzfilme. Davon beschäftigen sich fünf mit dem Thema Behinderung und Sexualität.

 

Es finden sich auf dem Pornfilmfestival Kategorien wie „LesbianPorn“, „FetishPorn“ und „Experimental Porn“. Erstmals sind die Kurzfilme auch in „Political Porn“ und natürlich auch „Berlin Porn“ unterteilt.

 

Die Sex-Komödie „Schnick Schnack Schnuck“ ist deutsch und eröffnet das diesjährige Pornfilmfestival. Ein deutscher Eröffnungsfilm. Hier eine Premiere.
Wir wollen mehr wissen. Mehr Sehen. Und mehr Austausch. Wir wollen eben eine Welt, in der sich jeder wohlfühlt.

Eine liebevolle, gleichgestellte und fröhliche Welt. Mit bunten, am allerliebsten glitzernden Regenbogenflaggen. Die dennoch die Augen nicht verschließt vor Dingen, die schwierig, aber wichtig sind.

Vom Pornfilmfestival versprechen wir uns Spannendes, Aufregendes, Lustiges, Ernstes und Erweiterndes. Wir können es kaum erwarten!

 

*Manuela Kay ist eine von fünf Kuratorinnen des Pornfilmfestivals und Verlegerin der Siegessäule und LMag.

Das ganze Interview mit Manueal Kay und Giada Armani wird nächste Woche bei den Blog Rebellen veröffentlicht.

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